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Alle Situationen im Kopfkino

Auto

Bremsen und Anhalten

Weich zum Stehen kommen, statt am Ende zu nicken.

Das nimmst du mit

Du bremst so, dass niemand im Auto nach vorn nickt, und hältst genau dort, wo du halten wolltest.

Bremsen hat drei Phasen

  1. Anbremsen: Druck aufbauen, gleichmäßig und ohne Ruck.
  2. Halten: Den Druck konstant lassen, bis das Tempo passt.
  3. Lösen: Kurz vor dem Stillstand den Druck wieder wegnehmen.

Die dritte Phase ist die, die fast alle vergessen. Wer den Druck bis zum letzten Zentimeter hält, bringt das Auto zum Nicken. Wer kurz vorher löst, steht weich.

Wann die Kupplung kommt

Erst kurz vor dem Stillstand. Solange der Gang drin ist, bremst der Motor mit. Wer die Kupplung zu früh tritt, rollt den Rest der Strecke ohne diese Unterstützung — und braucht mehr Weg.

Wo du hältst

An einer Haltlinie hältst du davor, nicht darauf. An einer Ampel ohne Linie so, dass du das Signal noch sehen kannst. Hinter einem anderen Auto so, dass du dessen Hinterreifen noch auf der Fahrbahn siehst — dann kommst du im Zweifel auch heraus, wenn dir jemand dicht auffährt.

Vorausschauen statt reagieren

Die meisten Bremsungen entstehen nicht plötzlich, sondern kündigen sich an: eine Ampel wird gelb, eine Reihe Bremslichter geht an, ein Bus setzt den Blinker. Wer zwei Autos weiter schaut statt nur auf das direkt vor ihm, bremst früher und dadurch weicher.

Was dabei meistens schiefgeht

  • Kupplung zu früh getretenDas Auto rollt ohne Motorbremse weiter.
  • Druck bis zum Stillstand gehaltenAlle im Auto nicken nach vorn.
  • Zu spät angebremstAus einer sanften Bremsung wird eine harte.
  • Nur auf das Auto direkt vor dir geschautDu siehst nicht, was zwei Fahrzeuge weiter passiert.

Der Ablauf in Bildern

Dein Kopfkino

Augen zu und einmal durchgehen. Wenn du die Reihenfolge auswendig kannst, brauchst du im Auto nicht mehr darüber nachzudenken.

  1. Fuß vom Gas, Rückspiegel prüfen
  2. Weich anbremsen
  3. Druck konstant halten
  4. Kupplung kurz vor dem Stillstand
  5. Druck lösen, dann steht das Auto

Kurz gesagt

Weiches Anhalten ist kein Komfortthema. Wer früh und gleichmäßig bremst, hat mehr Zeit zum Reagieren — und der hinter dir auch.

Du hast den Ablauf im Kopf. Den Rest zeigen wir dir im Auto.

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