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Start/Sicherheitskontrolle vor der Prüfung

Sicherheits­kontrolle
Die Fragen vor der Prüfung

Jede praktische Prüfung fängt im Stand an. Bevor der Motor läuft, zieht der Prüfer drei Punkte aus einer festen Liste – am Anhänger zwei – und lässt sie vorführen oder benennen. Hier ziehst du sie selbst, so oft du willst, und liest nach, worauf es bei jedem Punkt ankommt.

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Runnersdrive Sicherheitskontrolle

Die drei Fragen, mit denen deine Prüfung anfängt

Bevor du losfährst, zieht der Prüfer drei Punkte aus einer festen Liste. Hier ziehst du sie selbst – so oft du willst – und liest nach, was du sagen und was du vorführen musst.

Ziehung

Die Ziehung braucht JavaScript. Der vollständige Katalog steht darunter – er ist vollständig und ohne JavaScript lesbar.

Das sagt dir sonst keiner

Ein Fehler bei der Sicherheitskontrolle lässt dich nicht allein durchfallen – so steht es in der Prüfungsrichtlinie. Die Kontrolle ist der ruhige Einstieg in die Prüfung, nicht die erste Falle. Wer die drei Punkte sicher hat, sitzt entspannter im Auto, und darum geht es in den ersten Minuten.

Alle Prüfpunkte für Klasse B

Der Prüfer wählt drei Bereiche aus, aus verschiedenen Themen. Alles ohne Werkzeug und ohne Hilfsmittel.

Reifen vorführen

„Zeigen Sie mir, wie Sie prüfen, ob die Reifen in Ordnung sind.“

  1. Einmal um das Auto gehen und alle vier Reifen ansehen – Risse, Beulen, eingefahrene Fremdkörper, Schnitte in der Flanke.
  2. Profiltiefe an den Verschleißanzeigern im Profilgrund ablesen: Stehen sie auf einer Höhe mit dem Profil, sind 1,6 mm erreicht. Das ist das gesetzliche Minimum, nicht der empfohlene Wert.
  3. Reifendruck: Der Sollwert steht am Türholm oder in der Tankklappe. Richtig messen lässt er sich nur am kalten Reifen, an der Tankstelle.

Häufiger FehlerNur zwei Reifen ansehen und den Druck „nach Gefühl" beurteilen. Wer den Aufkleber am Türholm zeigen kann, hat den Punkt sicher.

Beleuchtung, Blinker, Hupe vorführen

„Schalten Sie das Abblendlicht ein und benennen Sie die Kontrollleuchte.“

  1. Gefragt sind Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Schlussleuchte mit Kennzeichenbeleuchtung, Nebelschlussleuchte, Warnblinkanlage, Blinker, Bremsleuchte und Hupe.
  2. Zu jedem Licht gehört die Kontrollleuchte im Cockpit: Fernlicht blau, Nebelschlussleuchte gelb, Blinker grün.
  3. Die Bremsleuchte kannst du allein nicht sehen. Sag das – und nenn den Weg: eine zweite Person, oder rückwärts an eine Wand oder ein Schaufenster stellen.

Häufiger FehlerDie Nebelschlussleuchte lässt sich oft erst einschalten, wenn das Abblendlicht an ist. Wer vorher daran zieht und nichts passiert, gerät unnötig ins Schwimmen.

Rückstrahler benennen

„Wo sitzen die Rückstrahler, und was prüfen Sie daran?“

  1. Hinten am Fahrzeug, rot, meist in oder neben den Rückleuchten.
  2. Geprüft wird nur zweierlei: Sind sie vorhanden, und sind sie unbeschädigt – nicht gebrochen, nicht blind, nicht verdeckt.
  3. Sie leuchten nicht selbst. Deshalb gibt es daran auch nichts einzuschalten.

Häufiger FehlerRückstrahler und Bremsleuchte verwechseln. Der Rückstrahler wirft nur zurück, was ihn anleuchtet.

Lenkung vorführen

„Entriegeln Sie das Lenkschloss.“

  1. Schlüssel ins Zündschloss stecken und drehen – dabei leicht am Lenkrad rütteln, wenn es klemmt.
  2. Bei Startknopf: Zündung einschalten, das Lenkschloss geht dabei von selbst auf.
  3. Danach prüfen, ob sich das Lenkrad frei nach beiden Seiten bewegen lässt.

Häufiger FehlerNur erklären, statt es zu tun. Dieser Punkt will den Handgriff sehen.

Bremsanlage vorführen

„Prüfen Sie Betriebsbremse und Feststellbremse.“

  1. Betriebsbremse: Bei stehendem Fahrzeug und laufendem Motor das Pedal treten. Es muss spürbaren Widerstand haben, darf nicht bis zum Boden durchgehen und nicht langsam nachgeben.
  2. Feststellbremse: anziehen und lösen. Der Hebel muss auf halbem Weg fassen, die rote Kontrollleuchte muss angehen.
  3. Elektrische Feststellbremse: Schalter ziehen, Kontrollleuchte beobachten, Schalter drücken zum Lösen.

Häufiger FehlerAm stehenden Auto mit ausgeschaltetem Motor bremsen – dann fehlt der Bremskraftverstärker, und das Pedal fühlt sich falsch hart an.

Flüssigkeitsstände vorführen

„Prüfen Sie den Motorölstand.“

  1. Auto eben abstellen, Motor aus. Messstab ganz herausziehen, mit einem Tuch abwischen, wieder vollständig hineinstecken, erneut ziehen – erst jetzt ablesen.
  2. Der Stand muss zwischen MIN und MAX liegen. Ohne Messstab: elektronische Ölmessung über das Menü im Bordcomputer.
  3. Kühlmittel im Ausgleichsbehälter zwischen MIN und MAX, Deckel nur bei kaltem Motor öffnen. Scheibenwaschflüssigkeit im Behälter mit dem Wischersymbol, im Winter mit Frostschutz.

Häufiger FehlerBeim ersten Zug ablesen. Der Ölfilm an der Stabwand zeigt dann zu viel an – deshalb der Umweg über das Abwischen.

Bei uns in der Fahrschule

Unsere Schaltwagen sind ein BMW 118i und ein VW Tiguan 2.0 TDI, der Automatikwagen ist ein BMW X1. Wichtig für den Punkt Flüssigkeitsstände: Tiguan und X1 haben keinen Ölmessstab mehr – die Ölmessung läuft dort über den Bordcomputer. Einen Stab findest du nur noch im 118i. Die richtige Antwort hängt also am Fahrzeug, und wir zeigen dir in der Fahrstunde beide Wege.

Alle Prüfpunkte für Motorradklassen A, A2, A1 und AM

Drei Punkte wie beim Auto, aber aus einer längeren Liste: Not-Aus-Schalter und Antriebselemente kommen dazu. Nebelschlussleuchte und Scheibenwaschflüssigkeit gibt es am Motorrad nicht.

Reifen vorführen

„Zeigen Sie mir, wie Sie prüfen, ob die Reifen in Ordnung sind.“

  1. Beide Reifen ringsum ansehen: Risse, Fremdkörper, Beschädigungen an der Flanke.
  2. Profiltiefe an den Verschleißanzeigern: 1,6 mm bei den großen Maschinen, also A und A2. Bei Leichtkrafträdern bis 125 cm³ (A1) und bei Kleinkrafträdern, Rollern und Mofas (AM) genügt 1,0 mm.
  3. Luftdruck nach Angabe des Herstellers – sie steht am Fahrzeug oder im Handbuch. Messen am kalten Reifen.

Häufiger FehlerDie 1,6 mm für alle Zweiräder nennen. Fast jeder Ratgeber schreibt das so, und für A1 und AM ist es falsch.

Not-Aus-Schalter vorführen

„Wo ist der Not-Aus-Schalter, und was bewirkt er?“

  1. Rechts am Lenker, über dem Gasgriff, meist rot.
  2. Betätigen: Der Motor geht sofort aus, ohne dass die Zündung ausgeschaltet wird.
  3. Danach wieder freigeben – sonst springt der Motor beim nächsten Startversuch nicht an.

Häufiger FehlerVergessen, den Schalter zurückzustellen, und dann am Anlasser verzweifeln. Genau das passiert in der Prüfung regelmäßig.

Antriebselemente vorführen

„Prüfen Sie die Antriebselemente.“

  1. Kette: Durchhang in der Mitte des unteren Trums prüfen, der Sollwert steht im Handbuch. Dazu Schmierung und der Zustand der Kettenräder – keine spitz gelaufenen Zähne.
  2. Zahnriemen: Zustand und Spannung, keine Risse und keine ausgefransten Kanten.
  3. Kardan: auf Dichtigkeit ansehen, Ölstand nach Handbuch.

Häufiger FehlerEine Zahl für den Kettendurchhang auswendig nennen. Sie ist von Maschine zu Maschine verschieden – die richtige Antwort verweist aufs Handbuch.

Beleuchtung, Blinker, Hupe vorführen

„Schalten Sie das Fernlicht ein und benennen Sie die Kontrollleuchte.“

  1. Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Schlussleuchte mit Kennzeichenbeleuchtung, Warnblinkanlage, Blinker, Bremsleuchte und Hupe.
  2. Eine Nebelschlussleuchte hat das Motorrad nicht – sie gehört nicht zur Liste.
  3. Bremsleuchte: Vorder- und Hinterradbremse einzeln betätigen. Beide müssen sie auslösen.

Häufiger FehlerNur den Handbremshebel ziehen. Dass auch das Fußbremspedal die Bremsleuchte schaltet, wird gern übersehen.

Rückstrahler benennen

„Wo sitzt der Rückstrahler, und was prüfen Sie daran?“

  1. Hinten, rot, meist unter oder neben dem Rücklicht am Kennzeichenhalter.
  2. Geprüft wird nur: vorhanden und unbeschädigt.
  3. Er leuchtet nicht selbst, es gibt nichts einzuschalten.

Häufiger FehlerIhn mit dem Rücklicht verwechseln – oder ihn nicht finden, weil er am Kennzeichenhalter sitzt, der oft getauscht wird.

Lenkung vorführen

„Entriegeln Sie das Lenkschloss.“

  1. Lenker in die verriegelte Stellung bringen oder daran rütteln, Schlüssel drehen.
  2. Danach den Lenker bis zu beiden Anschlägen bewegen – er muss frei laufen, ohne zu haken.
  3. Am Motorrad gehört dazu auch der Blick, ob Züge und Leitungen in keiner Lenkstellung spannen.

Häufiger FehlerNach dem Entriegeln nicht bis zum Anschlag einschlagen. Der Punkt will sehen, dass die Lenkung frei ist.

Bremsanlage vorführen

„Prüfen Sie die Bremsen.“

  1. Vorderradbremse: Hebel ziehen. Er muss einen klaren Druckpunkt haben und darf nicht bis an den Lenkergriff durchkommen.
  2. Hinterradbremse: Fußhebel treten. Auch hier ein fester Druckpunkt, kein schwammiges Nachgeben.
  3. Soweit ohne Werkzeug sichtbar: Bremsbeläge und Bremsscheiben ansehen, Leitungen und Sättel auf undichte Stellen.

Häufiger FehlerNur den Handbremshebel prüfen. Am Motorrad sind es zwei getrennte Bremsanlagen, und beide gehören zum Punkt.

Flüssigkeitsstände vorführen

„Prüfen Sie den Ölstand.“

  1. Maschine senkrecht halten, nicht auf dem Seitenständer. Dann das Schauglas ablesen oder den Messstab nach Handbuch prüfen – der Stand liegt zwischen MIN und MAX.
  2. Kühlmittel im Ausgleichsbehälter zwischen MIN und MAX, Deckel nur bei kaltem Motor öffnen.
  3. Bremsflüssigkeit in beiden Behältern: vorn am Lenker, hinten am Rahmen. Stand über MIN, Flüssigkeit hell und nicht dunkel verfärbt.

Häufiger FehlerDen Ölstand auf dem Seitenständer ablesen. Schräg stehend zeigt das Schauglas zu wenig – und dann wird nachgefüllt, was gar nicht fehlt.

Bei uns in der Fahrschule

Unsere Ausbildungsmaschine ist eine Yamaha MT-07: Kettenantrieb, Not-Aus rechts am Lenker, Ölstand über das Schauglas. Den Kettendurchhang zeigen wir dir am eigenen Motorrad – die Zahl aus dem Internet passt nicht zu jeder Maschine.

Alle Prüfpunkte für Klasse BE – am Anhänger

Am Anhänger zieht der Prüfer zwei Punkte. Die Kontrolle am Zugfahrzeug bleibt dieselbe wie bei Klasse B.

Ladungssicherung vorführen

„Ist die Ladung richtig gesichert? Zeigen Sie mir, woran Sie das sehen.“

  1. Formschlüssig laden: nach vorn an die Stirnwand, in einer Ebene, ohne Lücken – was nicht rutschen kann, muss nicht gehalten werden.
  2. Zurrmittel prüfen: Gurte unbeschädigt, Etikett lesbar, Ratschen geschlossen, kein Knoten im Gurt.
  3. Antirutschmatten unter die Ladung, Kanten schützen. Nichts darf über die zulässige Höhe oder Breite ragen.

Häufiger FehlerEinen Gurt über eine scharfe Kante spannen. Er hält dann nur bis zum ersten kräftigen Bremsen.

Aufbau und Plane vorführen

„Prüfen Sie den Aufbau und die Plane.“

  1. Bordwände fest verriegelt, Verschlüsse geschlossen, keine gebrochenen Rungen.
  2. Plane unbeschädigt und rundum gespannt, Spanngummis oder Seile vollständig eingehängt.
  3. Eine flatternde Plane ist ein Mangel – sie verdeckt Beleuchtung und kann sich lösen.

Häufiger FehlerDie Plane nur von einer Seite ansehen. Der Prüfer geht einmal herum, du auch.

Frachttüren vorführen

„Prüfen Sie die Türen und Klappen.“

  1. Alle Türen und Heckklappen öffnen und wieder schließen, Verriegelung prüfen.
  2. Scharniere und Verschlüsse ansehen: fest, nicht verbogen, nichts fehlt.
  3. Geschlossen muss jede Klappe ohne Spiel sitzen.

Häufiger FehlerEine Klappe nur zudrücken, ohne den Verschluss einrasten zu lassen.

Ladeeinrichtung vorführen

„Prüfen Sie die Ladeeinrichtung.“

  1. Auffahrrampen vollständig, unbeschädigt und in ihrer Halterung gesichert.
  2. Zurrpunkte am Anhänger fest und unverformt – sie tragen die ganze Sicherung.
  3. Bewegliche Teile nach dem Laden arretieren, damit nichts wandert.

Häufiger FehlerRampen lose auf die Ladefläche legen. Sie sind Ladung und müssen selbst gesichert sein.

Unterlegkeile benennen

„Wo sind die Unterlegkeile, und wann brauchen Sie sie?“

  1. Am Anhänger in ihrer Halterung, gesichert gegen Herausfallen – vorgeschrieben ab 750 kg zulässiger Gesamtmasse.
  2. Gebraucht werden sie beim Abkuppeln und beim Abstellen, besonders am Gefälle.
  3. Nach dem Ankuppeln werden sie wieder verstaut – das gehört zum Ablauf und wird bewertet.

Häufiger FehlerDie Keile nach dem Ankuppeln liegen lassen. Sie gehören zurück in die Halterung, bevor es losgeht.

Bei uns in der Fahrschule

Wir haben ein eigenes Ausbildungsgespann, und rangiert wird auf unserem Firmengelände. An- und Abkuppeln übst du dort so oft, bis der Ablauf ohne Nachdenken sitzt.

Dazu kommt: Verbinden und Trennen

Das An- und Abkuppeln ist keine Ziehung, sondern eine eigene Prüfungsaufgabe – und fast immer dran.

Ankuppeln
  1. Zugfahrzeug heranfahren.
  2. Feststellbremse am Anhänger lösen.
  3. Ankuppeln, Kupplung hörbar einrasten lassen.
  4. In beliebiger Reihenfolge: Abreißseil einhängen · Sicherung der Kupplung prüfen · Stützrad einfahren und sichern · Unterlegkeile verstauen · Elektroanschluss herstellen.
  5. Beleuchtung des Anhängers prüfen.
  6. Bremsanlage in Sichtkontrolle prüfen.
  7. Bremsprobe bei Schrittgeschwindigkeit, 5 bis 8 km/h, mit einer Schlagbremsung.
Abkuppeln
  1. Zugfahrzeug sichern.
  2. Anhänger sichern: Feststellbremse und Unterlegkeile.
  3. Stützrad ausfahren.
  4. In beliebiger Reihenfolge: Elektroanschluss trennen · Abreißseil aushängen · Kupplung öffnen · Deichsel hochkurbeln.

Grundlage: Prüfungsrichtlinie zu Anlage 7 FeV, Abschnitt Sicherheitskontrolle. Der Prüfer wählt die Punkte aus – bei Klasse B und den Zweiradklassen drei, am Anhänger zwei. Das ersetzt keine Auskunft der Führerscheinstelle und keine Fahrstunde; maßgeblich ist der Wortlaut der Richtlinie in der jeweils gültigen Fassung.


Der Unterschied, den kaum jemand erklärt

Sagen ist nicht
zeigen.

Die meisten lernen die Sicherheitskontrolle wie Vokabeln: Reifen, Licht, Bremsen, Öl. Und stehen dann vor dem Auto, während der Prüfer wartet – weil die Frage gar keine Antwort wollte, sondern eine Handlung.

„Entriegeln Sie das Lenkschloss“ will einen Handgriff sehen. Wer stattdessen erklärt, wie ein Lenkschloss funktioniert, hat die Aufgabe nicht erfüllt, obwohl alles Gesagte stimmt. Umgekehrt gibt es an den Rückstrahlern nichts zu betätigen – da reicht ein Satz, und wer trotzdem nach einem Schalter sucht, verliert nur Zeit.

Deshalb trägt oben jeder Punkt seine Marke: vorführen oder benennen. Das ist die Unterscheidung, an der in der Prüfung tatsächlich etwas hängt – und die auf kaum einer Seite steht.

Der zweite Teil sind die Handgriffe, die man einmal gemacht haben muss: den Ölmessstab zweimal ziehen, den Not-Aus nach dem Vorführen wieder freigeben, die Maschine zum Ablesen senkrecht stellen. Das steht in keinem Lehrbuch, weil es zu banal wirkt – und genau daran bleiben Leute hängen.

Ein Fehler hier lässt dich nicht durchfallen

Das steht so in der Prüfungsrichtlinie: Fehler bei der Sicherheitskontrolle führen allein nicht zum Nichtbestehen. Sie ist der ruhige Einstieg in die Prüfung, nicht die erste Falle. Wer sie sicher hat, sitzt danach entspannter im Auto – und das ist der eigentliche Gewinn.

Häufige Fragen

Sicherheitskontrolle, kurz beantwortet

Was wird bei der Sicherheitskontrolle gefragt?

Drei Punkte aus einer festen Liste, ausgewählt vom Prüfer: Reifen, Beleuchtung, Rückstrahler, Lenkung, Bremsanlage, Flüssigkeitsstände – beim Motorrad zusätzlich Not-Aus-Schalter und Antriebselemente. Am Anhänger sind es zwei Punkte.

Falle ich durch, wenn ich einen Punkt nicht weiß?

Nein. Ein Fehler bei der Sicherheitskontrolle führt allein nicht zum Nichtbestehen, so steht es in der Prüfungsrichtlinie. Angenehm ist es trotzdem nicht, mit einem Patzer in die Prüfung zu starten.

Muss ich etwas vorführen oder reicht erklären?

Das hängt am Punkt. Beim Lenkschloss will der Prüfer den Handgriff sehen, bei den Rückstrahlern genügt ein Satz. Im Werkzeug oben steht an jedem Punkt, was verlangt wird.

Brauche ich Werkzeug dafür?

Nein. Geprüft wird nur, was sich ohne Werkzeug und ohne Hilfsmittel prüfen lässt. Den Reifendruck musst du also nicht messen – du musst sagen können, wo der Sollwert steht und wie man ihn prüft.

Wie prüfe ich die Bremsleuchte allein?

Gar nicht, und genau das ist die richtige Antwort. Sag, dass du dafür eine zweite Person brauchst oder rückwärts an eine Wand oder ein Schaufenster fährst.

Wie viel Profil muss der Reifen haben?

1,6 Millimeter beim Auto und bei den großen Maschinen, also A und A2. Bei A1 bis 125 Kubik und bei AM genügt 1,0 Millimeter. Fast überall steht pauschal 1,6 – für Leichtkrafträder stimmt das nicht.

Wo ist der Ölmessstab?

Das hängt am Fahrzeug. In unserem BMW 118i gibt es einen, im Tiguan und im X1 nicht mehr – dort läuft die Messung über den Bordcomputer. Beide Wege zeigen wir dir in der Fahrstunde.

Was kommt beim Anhänger dran?

Zwei Punkte aus Ladungssicherung, Aufbau und Plane, Frachttüren, Ladeeinrichtung und Unterlegkeilen. Dazu das Verbinden und Trennen – das ist keine Ziehung, sondern eine eigene Prüfungsaufgabe.

Wann in der Prüfung kommt das?

Ganz am Anfang, im Stand, bevor du losfährst. Beim Motorrad oft, während du noch die Handschuhe anziehst.

Üben wir das in der Fahrstunde?

Ja, am eigenen Fahrzeug. Die Handgriffe hängen am Auto, und kein Text der Welt zeigt dir, wo im Tiguan das Ölmenü sitzt.

Steht das in der Fahrschüler-Ausbildungsordnung?

Nein, und das wird überall falsch geschrieben. Die Ausbildungsordnung regelt, was wir ausbilden müssen. Was der Prüfer abfragt, steht in der Prüfungsrichtlinie zu Anlage 7 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Handgriffe unsicher?
Dann zeigen wir sie dir.

Am eigenen Ausbildungsfahrzeug, in einer ganz normalen Fahrstunde. Ruf an, dann nehmen wir uns die zehn Minuten vor der nächsten Stunde.

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