Start/Automatik fahren: B197, B78 und der Unterschied
Automatik fahren –
B197 und B78
Immer mehr Autos schalten selbst, und immer mehr Fahrschüler wollen gar nicht erst kuppeln lernen. Es gibt zwei Wege dahin. Einer davon lässt dir alle Türen offen.
Der Unterschied in zwei Sätzen
B78 oder B197
B78 – der Automatik-Führerschein
Du lernst auf Automatik, prüfst auf Automatik, und in deinem Führerschein steht die Schlüsselzahl 78. Damit darfst du dein Leben lang nur Automatik fahren. Willst du das später ändern, brauchst du eine neue praktische Prüfung.
B197 – lernen auf Automatik, fahren wie alle
Du lernst und prüfst ebenfalls auf Automatik, machst aber zusätzlich mindestens zehn Fahrstunden auf einem Schaltwagen und am Ende eine Testfahrt von mindestens 15 Minuten außerhalb geschlossener Ortschaften. Bestätigt die Fahrschule das, steht in deinem Führerschein keine Beschränkung.
Die Testfahrt am Ende ist keine Prüfung. Es sitzt kein Prüfer daneben, es gibt kein Durchfallen. Dein Fahrlehrer muss nur bescheinigen können, dass du ein Schaltfahrzeug sicher bewegst.
Ehrlich gerechnet
Was das für dich heißt
B197 ist selten teurer, oft günstiger
Auf Automatik lernt man das Fahren schneller, weil Kupplung und Gänge wegfallen. Viele brauchen dadurch weniger Übungsstunden – und geben einen Teil davon für die zehn Schaltstunden wieder aus. Unterm Strich landen die meisten bei einer ähnlichen Summe wie bei der reinen Schaltausbildung. Rechne es im Kostenrechner für dich durch.
Wann B78 wirklich reicht
Wenn du sicher weißt, dass du nie ein Schaltfahrzeug fahren wirst: Elektroautos haben ohnehin keine Gänge, viele Neuwagen auch nicht. B78 ist dann kein Nachteil – bis zu dem Tag, an dem dir jemand seinen alten Golf leiht.
Der Punkt, den viele übersehen
Die Beschränkung 78 gilt auch im Ausland, auch für Mietwagen und auch für den Firmenwagen. Wer beruflich fährt, sollte sie nicht haben.
Für BF17, Umsteiger und Wiedereinsteiger
B197 geht mit Begleitetem Fahren ab 17 genauso wie bei einer Fahrschulübernahme. Auch wer die Schaltstunden bei einer anderen Fahrschule angefangen hat, kann sie bei uns zu Ende machen.
So läuft es bei uns
Der Ablauf
Theorie wie immer
Am Theorieunterricht ändert sich nichts. Der ist für Automatik und Schaltung derselbe.
Fahren lernen auf Automatik
Deine Übungsstunden und die Sonderfahrten machst du im Automatikwagen. Hier lernst du Verkehr, Blick, Tempo – ohne dich um den zweiten Gang zu kümmern.
Zehn Schaltstunden dazu
Erst danach kommt die Kupplung. Wer schon fahren kann, lernt das Schalten in wenigen Stunden – deshalb kommt dieser Block ans Ende und nicht an den Anfang.
Testfahrt und Bescheinigung
Mindestens 15 Minuten außerorts im Schaltwagen. Läuft das rund, tragen wir es ein.
Prüfung auf Automatik
Die praktische Prüfung fährst du im Automatikwagen. Im Führerschein steht trotzdem keine 78.
Jetzt anmeldenHäufige Fragen
Automatik, kurz beantwortet
Kann ich mitten in der Ausbildung auf B197 wechseln?
Ja. Solange die praktische Prüfung noch nicht war, lässt sich das umstellen. Sprich uns an, dann planen wir die Schaltstunden ein.
Reichen wirklich zehn Schaltstunden?
Zehn sind das gesetzliche Minimum, keine Garantie. Wenn wir nach zehn Stunden nicht überzeugt sind, sagen wir das – und du fährst noch zwei. Wir bescheinigen nichts, was wir nicht gesehen haben.
Muss ich die Prüfung auf Schaltung machen?
Nein, gerade das ist der Witz an B197: geprüft wird auf Automatik, der Führerschein gilt trotzdem für beides.
Habe ich mit B197 einen „schlechteren“ Führerschein?
Nein. In der Karte ist er von einem klassischen Schalt-Führerschein nicht zu unterscheiden.
Und wenn ich schon B78 habe?
Dann kannst du die Beschränkung durch eine praktische Prüfung auf Schaltung aufheben lassen. Wie viele Stunden du dafür brauchst, sehen wir nach der ersten.
Unsicher, was passt?
Zwei Minuten am Telefon.
Sag uns, was du fahren willst und was in der Familie in der Garage steht – dann sagen wir dir, ob B197 oder B78 die vernünftigere Wahl ist. Der KI Drive Check beantwortet dieselbe Frage digital.